Lerntherapeutische Behandlung der Dyskalkulie

"Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nurhelfen, es in sich selbst zu entdecken." 

Galileo Galilei

 

Schüler mit Rechenschwäche sind noch nicht oder nur unzureichend in der Lage grundlegende Rechenvorgänge durchzuführen. Die Schwierigkeiten basieren oft auf einem nur unzureichend vorhandenem Mengenverständnis und einem mangelhaft erworbenem Zahlverständnis. Während die Symptome im ersten Schuljahr häufig nicht auffallen, da jedes Kind zunächst zählend rechnen lernt, offenbaren sich die Schwierigkeiten später immer deutlicher.

  • Benötigt Ihr Kind zum Rechnen unverhältnismäßig lange Zeit?
  • Vergisst ihr Kind das Gelernte sehr schnell?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten – auch kleinere – Mengen zu erfassen?
  • Verwechselt Ihr Kind Ziffern, oder schreibt es sie seitenverkehrt?
  • Missachtet es die Stellenwerte der Zahlen?
  • Können Zahlenreihen können nur vorwärts, aber nicht rückwärts flüssig aufgesagt werden?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit Zehner-, Hunderter- und Tausenderübergängen?
  • Rechnet Ihr Kind zählend bei Aufgaben der Addition und Subtraktion? (an den Fingern oder anderem Anschauungsmaterial)
  • Verrechnet Ihr Kind sich häufig »um eins« bei Addition und Subtraktion?
  • Fällt es Ihrem Kind schwer, sich zeitlich und räumlich zu orientieren?
    (z.B. Kalender, Uhrzeit, Rechts-Links Orientierung, Begriffe von „vor-hinter-über-unter-neben…“)
  • Bricht Ihr Kind bei Mathematikaufgaben häufig in Tränen aus und lehnt diese Aufgaben ab?


Auch nicht rechenschwache Schüler können einzelne dieser Symptome zeigen. Sollten Sie diese Symptome bei Ihrem Kind gehäuft und über einen längeren Zeitraum feststellen, sollten Sie sich eine fachlich fundierte Diagnose einholen.